Lottogewinn

Einmal im Lotto gewinnen – so um die 10 Millionen. Davon träume ich und wahrscheinlich nicht nur ich. Eigentlich ja jeder. Zu groß ist die Verlockung, sich alle Wünsche, die sich über die Zeit so angesammelt haben, hintereinander weg selbst erfüllen zu können.

Ich würde mir einen kleinen Hof kaufen, irgendwo, wo es schön ist. Hauptsache ruhig. Ich würde alles auf Vordermann bringen, Energiesparhaus und so. Da wo möglich. Ich würde Bäume und Tiere kaufen, natürlich auch noch ein, zwei Autos und vielleicht noch ein Motorrad. Und ich würde mir endlich den Traum von der großen Privatbibliothek erfüllen, den vom Urlaub auf Mauritius/ in Norwegen und den von selbst verlegten Büchern. Ich würde auch eine Menge spenden, an verschiedene Projekte, die mir am Herzen liegen.
Und ich würde meine Steuern zahlen. Ich weiß, dass ganz schnell ganz viel von dem Geld weg wäre, aber es in einen Koffer zu packen und den nach Liechtenstein oder sonst wo zu bringen, das würde mir im Traum nicht einfallen. Geiz ist geil, klar, jeder schätzt gute Angebote.

Aber was mich wirklich schon länger auf die Palme bringt, ja, mich wirklich stört an unserer Gesellschaft, ist, dass sich ein Egoismus und Neid durch alle Schichten zieht, von dem man meinen könnte, wir als aufgeklärte Zivilgesellschaft wären darüber hinweg. Dass wir auch mal zehne grade sein lassen können anderen mal was gönnen.

Doch die Zahlen – die sprechen wie so oft eine andere Sprache. Wann immer man den Fernseher anmacht, kann man sich Sendungen oder Werbung über Leute anschauen, die es eindeutig schlechter haben, als man selbst. Und damit meine ich nicht nur die Prolls von „Frauentausch“, sondern eher das Klischeebild vom unterernährten schwarzen Kind aus dem Kongo. Dazu passend gibt es genug Studien über die Vermögensaufteilung auf der Welt, wie auch partiell gesehen in unserem Land. Hier besitzen 10% der Haushalte 52% des Nettovermögens, 50% der Haushalten dagegen nur 1% davon. Man spricht hier bildlich auch von der Schere zwischen Arm und Reich, die in Deutschland, wie auch im Rest der Welt, immer weiter auseinander klafft. Je weiter die Globalisierung voranschreitet, desto mehr Vermögen verteilt sich auf nur wenige. Unsere sogenannte Elite.

Dieser Tage macht der „Panama Papers“-Skandal die Runde. Hunderte zum Teil berühmte und bekannte Menschen parken ihr Vermögen in Briefkastenfirmen in der Karibik. Lang gehegte Vermutungen werden wahr, nicht nur das, es gibt genug Beweise Schwarz auf Weiß.

Und auch hierbei wird es sich nur um die Spitze des Eisberges handeln.
Hier geht es noch nicht einmal so sehr um strafrechtlich relevante Dinge. Es ist eben nicht verboten, Firmen wo anders auf der Welt zu besitzen. Auch nicht, das eigene Vermögen bei diesen Firmen zu hinterlegen. Aber all das hinterlässt doch einen mehr als faden Beigeschmack. Unsere „Elite“ ist moralisch mehr als verwerflich unterwegs, wenn doch die, die vorbildlich vorangehen sollten, jede erdenklich Lücke suchen und nutzen, um ihr Vermögen so gering wie möglich versteuern zu müssen. Ganze Armeen an Anwälten und Banken sind nur beschäftigt, um eben jene Lücken zu finden und zu nutzen.

Dabei sind Steuern doch nicht nur Abgaben, sondern Investitionen in uns alle: Bildung, Autobahnen, Energiewende. Wir wollen vom Staate nur das Beste, dann sollte man auch so ehrlich sein, sich an all dem zu beteiligen. Und zwar jeder im gleichen Rahmen seiner Möglichkeiten. Die Friseurin, der Bäckermeister, der Architekt und der Investmentbanker – sie alle müssen Steuern zahlen, Versicherungen und Kredite.
Doch, und eben das macht mich so wahnsinnig wütend, schafft die Politik es nicht, diese Beteiligung fair zu gestalten. Es zahlt eben nicht jeder den gleichen Beitrag zu unserer Gesellschaft, nein, im Gegenteil werden die „kleinen Leute“ im Verhältnis mit prozentual höheren Abgaben bestraft, obwohl sie bar ihrer Hände Arbeit viel mehr erwirtschaften. Wer anderer Leute Geld Gassi führt und es in Fonds oder sonst was anlegt, macht kaum einen Finger krumm und steht am Ende des Lebens doch tausend mal besser da, als ein Dachdecker, der sein Leben lang eben jenes riskiert hat und hart gearbeitet hat.
Die meisten Menschen wissen nicht einmal, ob sie später von ihrer Rente leben können, oder ob sie gar Sozialhilfe brauchen werden. Viele Mütter können ihren Kindern kein vernünftiges, gesundes Essen auf den Tisch stellen. Es gibt heute mehr Kinder, die in Armut leben, als je zuvor. In einem Land, das Exportweltmeister (gewesen) ist.

Doch die Politik versagt dabei, diese Umstände zu ändern.

Sie versagt dabei, jedem die gleichen Chancen für die Zukunft zu ermöglichen und jeden an der Sicherung dieser gleich zu beteiligen.

Sie versagt sogar dabei, die Leute, die sich vor ihrer bereits bestehenden Verantwortung drücken, indem sie zum Beispiel Steuern hinterziehen oder Geld verstecken, angemessen zu bestrafen.

Vor allem hat das natürlich mit der exzellenten Lobbyarbeit zu tun, die nah unseren Politikern, egal ob in Berlin oder Brüssel, geführt wird. Wirtschaft, Politik, Mächtige, Reiche. Sie geben sich die Klinke in die Hand dabei, uns alle noch mehr ausbluten zu lassen, uns jede Hoffnung auf eine gesicherte und lebenswerte Zukunft zu nehmen und ihre eigenen Interessen weiter über die aller anderen zu stellen. Sie füttern uns mit Krisen, mit Skandalen und Ablenkungen. Brot und Spiele, sagten die Römer. Ein Konzept, das auch heute nur allzu gut aufgeht. Und vor allem wird immer darauf geachtet, dass jeder jemanden hat, auf den er bedenkenlos hinunterschauen kann. Bevor die Fliesentischbesitzer in unserem Land noch auf die Idee kommen, bessere Bildung und gutes Essen für ihre Kinder zu fordern, setzt man ihnen lieber medial eine Flüchtlingskrise vor die Augen, damit sie ja jemanden haben, den sie in vollem Sozialneid hassen können.

Und dann stellt sich auch noch ein Herr Gabriel hin und spricht von Ungleichbehandlung zwischen eigener Bevölkerung und Fremden, um die Ablenkung perfekt zu machen.

Denn so lange man den Schwarzen, den Marokkaner und den Syrer hassen kann, denkt man nicht darüber nach, die Eliten des Landes für irgendetwas verantwortlich zu machen. So lange es Schwächere gibt, die man verachten kann, kann man den Blick nicht nach oben auf die eigentlich Verantwortlichen wenden.

Was wir brauchen, ist ein neues Verständnis von Gesellschaft, von sozialem Handeln und von menschlichem Miteinander. Wir müssen diejenigen, die der wahre Grund für die Spaltung unserer Gesellschaft, ja unserer Welt sind, an den Pranger stellen und bestrafen. Wir müssen die Eliten zwingen, sich am Wohlstand für alle zu beteiligen, nicht nur den eigenen stetig zu mehren.
Wir müssen Reiche und Erben besteuern, und reiche Erben. Wir müssen einige Oasen trockenlegen und andere, neue Oasen schaffen. Wir müssen den Blick wieder mehr über den Tellerrand schweifen lassen und weniger darauf, wie wir den Teller noch voller bekommen. Wir müssen an die Schwächsten denken, nicht an uns selbst. Wir alle müssen bereit sein, uns für eine bessere Zukunft zu beteiligen.

Dann gewinnen wir alle im Lotto.

16: Wer ist Charly?

2. Februar, 11:57h

„Guck mal, wie gefällt dir die hier?“, fragt Lukas, während er irgendetwas hochhält, was aussieht wie die 50er-Jahre-Steck-Frisur meiner Oma, die Sex mit einem Streifenhörnchen gehabt hat. Während ich mir das Lachen verkneife und Lukas leicht betreten dreinschaut, drehe ich mich wieder Richtung Regal, aus welchem mich ein etwas stumpf wirkender Kopf mit hell leuchtenden Augen und zu viel Acryl-Makeup angrinst.

Es ist Samstag und wir gehen shoppen. Es ist kein normales Shoppen (zumindest, wenn man weniger als 80 Jahre alt ist) weil wir heute eine Perücke für mich finden wollen. Die OP ist zwar schon länger her, aber weil ich mir der Sache zunächst nicht sicher war und die Krankenkasse über den Jahreswechsel ewig für den Papierkram für die Kostenübernahme gebraucht hat, sind wir erst jetzt hier. Und das ewige Hippie-Kopftuch-Tragen oder Gefragt-Werden-ob-man-denn-Pirat-sei geht mir mittlerweile tierisch auf die Nerven. Von aufgemalten Augenbrauen mal ganz zu Schweigen, die kenne ich sonst nur von RTL II.

Allein den Perückenladen (ja, es gibt echt Läden ausschließlich für Perücken) zu betreten, war unheimlich schwierig für mich, obwohl er wirklich günstig mitten in der Einkaufsstraße der Stadt liegt. Ich scheine auch nicht die erste junge Krebspatientin zu sein, die sich hier eine After-Chemo-Perücke kauft, denn als wir den Laden betreten haben, kam eine nette, alte Frau aus einem Hinterzimmer, die mir sofort ansehen konnte, was ich will, denn sie hat gleich auf das für mich richtige Regal verwiesen, während Lukas anscheinend eher daran interessiert war, mich auf einen Schlag zur hässlichsten Freundin aller Zeiten zu machen, wenn man sich ansieht, was er bisher ausgesucht hat. Ich hänge mit den Blicken immer noch an den Augen von „Charly“, denn so heißt der gruselig aufgemachte Kopf mit der Perücke, die mir bisher am ehesten gefällt. Die Perücke, die Charly trägt (oder heißt), ist schwarz und stellt so einen ziemlichen Kontrast zu meinen blonden Haaren dar, die ich sonst hatte. Auch Lukas scheint der Gedanke gerade gekommen zu sein, er fragt, ob ich mir da ganz sicher wäre und ob ich wirklich mit schwarzen Haaren herumrennen möchte.
Wieso nicht, frage ich, also zuckt er bloß mit den Schultern und murmelt irgendwas von erst-mal-dran-gewöhnen. Etwas zu trotzig drehe ich mich um und blicke ihm in die Augen, worauf er abwehrend die Hände hebt und mich anlächelt. Da ist der Trotz auch schon wieder verschwunden und dem Gefühl tiefer Zuneigung gewichen, immerhin begleitet mich Lukas ja auch heute, wie sonst auch, ohne dass ich ihn erst bitten musste. Während er sich immer noch lächelnd wegdreht, um sich weiter umzusehen, schaue ich in den Spiegel, der an der Wand hängt. Ein komisches Gefühl, irgendwie viel zu warm und leicht kratzig auf dem Kopf. Die schwarzen Haare wirken total ungewohnt, ich sehe etwas zu sehr nach Grufti aus, für meinen Geschmack. Oder wie eine Hexe. Ich trete ein Stück näher ran und trotz des schwachen Raumlichts kann ich die Ringe unter meinen Augen sehen, genauso wie die feinen Hautalterungen. Nachwirkungen von Chemo und Bestrahlung. Ich schaue mir selbst in die Augen, nicht sicher, ob nicht selbst diese ein Stück mehr Richtung Grau tendieren als früher. Eigentlich erkenne ich die Frau in dem Spiegel gar nicht. Sie sieht zehn, fünfzehn Jahre älter aus, als ich es bin. Und nicht nur, dass sie schwarze Haare hat, diese Charly scheint auch schon eine ganze Menge Scheiße durchgemacht zu haben. Sie sieht einfach irgendwie ungesund aus. Sie ist zu dünn, zu müde, zu fertig, zu gestresst, zu sehr mit sich beschäftigt. Sie sieht aus, als ob sie weder einen klaren Gedanken fassen noch den Moment genießen kann.

Lukas hat mittlerweile bemerkt, dass ich mich seit Minuten selbst anstarre und fragt, ob alles klar bei mir wäre und ob wir gehen könnten, weil er unbedingt noch Sportschuhe brauche. Klar, sage ich und drehe mich lächelnd zu ihm um, was er nur mit einem Hochziehen der linken Augenbraue quittiert. Ich nehme die schwarze Perücke. Für einen ziemlich stolzen Preis.
Als wir den Laden verlassen und ich mich noch einmal im Schaufenster betrachte starrt mich Charly wieder an. Ich hatte gehofft, sie wäre einfach im Spiegel im Laden geblieben, stattdessen trage ich sie jetzt irgendwie mit mir herum. Wie ein Schatten, den man nicht los wird.

Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll.
Zehn Minuten später bin ich immer noch in Gedanken, während Lukas lautstark über die Vorteile von Kompressionsshirts monologiert, bis ich schließlich völlig unvermittelt ausbreche und ihm an den Kopf werfe, er solle das scheiß Teil jetzt doch bitte einfach kaufen. Lukas verschlägt es darauf erst mal die Sprache, ich laufe dunkelrot unter schwarzer Perücke an und stammel vorschnell irgendwas von bitte jetzt einfach nach Hause fahren. Lukas hat die Verblüffung überwunden, sagt aber nichts, sondern zieht nur abermals die linke Augenbraue hoch. Er schnappt sich das Shirt aus dem Regal, zahlt und wir gehen schweigend nebeneinander her.
Im Auto sage ich immer noch nichts, weil ich mich so schäme, Lukas so angeschnauzt zu haben und weil ich gar nicht mit Sicherheit sagen kann, wo in Gottes Namen das eigentlich herkam.
Ich schaue in den rechten Außenspiegel von Lukas Wagen und da ist sie wieder, Charly. Eine kurze Sekunde denke ich, das Spiegelbild lächelt mich tückisch an. Dann ist der Moment vorbei und da ist wieder nur das müde, abgeschlagene und viel zu dünne Ich mit den Augenringen und eingefallenen Wangen.

 

 

Eine Fragestunde mit… mir selbst.

Für die Leute, die doch gern noch etwas über mich wissen wollen.

Warum schreibst du? Und warum schreibst du in einem Blog?

Tja, warum schreibe ich? Vermutlich, weil es trotz manchmal sehr bescheidenem Talent dafür doch Spaß macht. Wortspiele, Bilder im Kopf, Provokationen, Stilmittel. Erst, wenn man selbst zum Schreiberling wird, macht alles, was man je in der Schule zu Literatur gelernt hat, auch Sinn. Ich möchte unterhalten, ich möchte zum Nachdenken anregen und die Leute und Leser überlegen lassen, ob und wie viel von mir selbst in meinen Texten steckt. Und dann bin ich immer überrascht, wenn andere sagen, sie hätten in einer Figur glasklar mich selbst gesehen, auch wenn das für mich selbst zu dem Moment nicht so klar war.

Schreiben macht einfach Spaß. Es bietet mir nicht nur Ablenkung oder Beschäftigung, sondern auch ganz einfach die Möglichkeit, meine manchmal überschießende Kreativität, Gedankensprünge oder Wörterfluten zu sortieren und meinem Geist ein Ventil zu geben. Ich reagiere mich sozusagen ab, was man sowohl auf negative, als auch positive Energie beziehen kann.

Den Blog betreibe ich, nun ja, aus einer Laune heraus. Das Ding ist irgendwie zum Selbstläufer geworden, mittlerweile öffne ich eben eher wordpress statt Microsoft Word. Sicher, das Ganze wirkt im Endeffekt einfach nur unsortiert, aber bei dem Chaos kann ich vielleicht davon ausgehen, dass Leute, die etwas bestimmtes lesen wollen, auch über andere Texte stolpern.

Dennoch speichere ich die guten Texte natürlich ab, ändere und überarbeite sie immer wieder. Daher ist kaum ein Beitrag hier eine endgültige Fassung.

Aber wo liegt z.B. deine Motivation, wenn du Gedichte über die Liebe schreibst, dann aber plötzlich wieder eine traurig-melancholische Kurzgeschichte?

Ich weiß nicht, ob man von Motivation sprechen kann, wenn es um gefühlsbasierte Texte geht. Das meiste basiert doch eher auf spontanen Eingebungen, kürzlich Erlebtem und dann wieder doch Dingen, die ich länger schon mit mir herumtrage. Aber sich dann tatsächlich hinzusetzen und etwas zu schreiben, geschieht doch meist spontan. Deswegen sind meine Texte hier auch nicht perfekt. Was ich aber gar nicht schlimm finde, da der Blog doch eher dazu da ist, meine spontane Kreativität zu zeigen, als dass ich Texte von langer Hand plane. (Nicht, dass ich das nicht könnte.)
Warum ich so oft über die Liebe oder Melancholie schreibe, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht. Vielleicht, weil es für mich eben beides nur zusammen gibt, oder weil das eine manchmal aus dem anderen resultiert. Vielleicht, weil ich selbst allein bin oder weil ich in meinem Leben schon Dinge getan habe, die ich bereue und immer bereuen werde. Vielleicht aber auch, weil ich der festen Überzeugung bin, dass jeder Romantik braucht, sei sie kitschig oder nüchtern, sofort ersichtlich oder nur schwer verständlich. Nicht umsonst zähle ich Gedichte von Erich Fried zu meinen Einflüssen, sofern man solche beim spontanen Schreiben haben kann. Ich schreibe ja auch nicht für mich oder wegen mir selbst, sondern auch, um anderen zu zeigen, dass ich sie verstehe. Auch wenn ich sie vielleicht nicht einmal kenne. Mir ist herzlich egal, ob mich alle hypen und meine Texte sagenhaft gut finden oder nicht, solange es da draußen Leute gibt, die meine Texte lesen und sich sagen „Das fand ich jetzt gut, der Text versteht mich.“

Und selbst melancholische Kurzgeschichten schreibe ich manchmal mit einem Lächeln im Gesicht.

Du hast Erich Fried als eine Art Einfluss angesprochen. Welche Einflüsse hast Du noch? Oder vielmehr, welche Bücher liest du sonst?

Den Gedichtband von Erich Fried habe ich von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, die damit ziemlich genau getroffen hat, was mich ausmacht und beschäftigt. Damals wusste ich das noch nicht so genau, auch wenn mir die Gedichte durchaus gefallen haben. Heute lese ich jedenfalls gerne immer wieder mal rein, um dann tief beeindruckt das Buch zurückzulegen. 

Sonst stehen bei mir eher Fantasy-, Science-Fiction- oder historische Romane herum, ab und an auch Thriller. Ich bin kein großer Literat, hab weder Schiller noch Shakespeare jemals komplett gelesen. Aber ich lese gern auch mal Texte im Netz, von anderen Bloggern oder was mir sonst so zufliegt. Ob man deswegen jetzt besser oder schlechter schreiben kann, sei dahingestellt. Ich war in der Schule Fan von Brecht, insgesamt hat wohl auch Politik und die Beschäftigung damit Einfluss auf mich.

Schließlich schreibe ich auch oft genug über Dinge, die mich stören und nerven. Oder Leute, die mich stören und nerven.

Was liest Du denn im Moment?

Gestern Nacht noch habe ich zum zweiten Mal (ja, ich lese Bücher mehrmals) „Der Heidenfürst“ von Bernard Cornwell begonnen. Davor waren es, glaube ich, drei Romane aus dem Expanded Universe von Star Wars. 

Wie kommt´s, dass Du als Mann nicht nur schreibst, sondern auch relativ viel kochst?

Kochen und Schreiben haben sehr viel gemeinsam. Ausprobieren, abschmecken, korrigieren, sich über das fertige Ergebnis freuen. Ich esse gern, also koche ich auch gern. Ich habe schon als Kind mit meiner Mutter in der Küche gestanden und beim Zwiebelschneiden geheult. Heute probiere ich natürlich auch mal kompliziertere Dinge aus oder stell mich auch gerne der Herausforderung, für mehrere Leute zu kochen.

Nichtsdestotrotz gehe ich natürlich auch gerne essen und lasse mich bekochen.
Nebenbei arbeite ich auch noch an einem eigenen Kochbuch, das im Moment leider nicht viel mehr als eine Sammlung von Rezepten und Anekdoten ist. Ich hoffe aber, damit dieses Jahr endlich ansatzweise fertig zu werden.

Kurz gesagt: Was geht Dir so richtig auf die Nerven?

Leute, die der deutschen Sprache selbst nicht mächtig sind, aber „Auslenda rauus!“ skriptiv brüllen.

Nochmal in kurz: Wem willst Du einfach mal „Danke“ sagen?

Alex. Die mir immer mit Kritik und Zuspruch zur Seite steht, nicht nur, wenn es ums Schreiben geht. Und natürlich dem Entdecker des Kaffees.

Was wünschst Du dir für die Zukunft?

Einfach mal um Verzeihung bitten zu dürfen, einen sicheren Job, einen Traumbody, dass es meinen Leuten immer gut geht, viel Kreativität, einen Verlagsvertrag, dass der neue Star Wars-Film bitte nicht scheiße wird, dass ich endlich mal wieder Urlaub am Meer machen kann, viele neue Leser und Kommentare und natürlich, dass mir die Liebe meines Lebens begegnet.

Wie ich zum Metal kam – mein Beitrag zur EMP-Blogparade

SAM_1868-2Lange schon wollte ich mal wieder was persönliches über mich in die Tasten hauen, da kam mir die Aktion von EMP mit passender Verlinkung gerade recht.

Es soll gehen um – die absolut beste, verrückeste, brutalste und bierseligste Musik der Welt – den Heavy Metal!

Wie ich zum Metal kam

Heute ist es ganz normal, dass sich meine Mum an Death-Metal-Synchronbeschallung aus Keller und meinem Zimmer erfreuen kann, wenn mein Bruder und ich gleichzeitig zu Hause sind und wir beide unserer Lieblingsmusik frönen.
Während er wohl hauptsächlich durch mich zur besten Musik der Erde kam, hat mein Weg zu Metallica, Maiden, Amon Amarth, Slipknot, Ensiferum, Debauchery oder AC/DC etwas länger gedauert.

Immer jedoch war ich der kleine Rebell, der mit schrillen Tönen und schrillen Kleidungsstilen seine Privatkriege gegen gesellschaftliche Konventionen, die Kirche, Lehrer oder die Nerven seiner Eltern führte.
Die Pubertät führte hier schließlich zu allerlei Abwechslung (dafür bin ich sogar im Abi-Buch verewigt).

Begonnen hat alles mit gelegentlichen Musikfetzen bei Verwandten und Bekannten oder Musikvideos auf MTV, während im Radio ab und an die Ärzte oder die Hosen gespielt wurden. Und da war man dann stolz, dass deutsche Musik so Spaß machen konnte, auch wenn ich damals (so mit 10) die Botschaften kein bisschen verstanden habe.
Mit der fünften Klasse (2001) kamen dann die Baggy-Hosen, Gelfrisuren, Basketballschuhe und Eminem, auf seine Art durchaus auch ein Rockstar.
Als das nicht mehr reichte, folgte eine stärkere Hinwendung zu den Toten Hosen, den Ärzten, dann folgten Terrorgruppe, ZSK oder WiZo, aber ab und zu auch Marilyn Manson, Linkin Park oder Limp Bizkit.
Der erste Schritt in eine neue Welt war getan.
Die ersten selbstgebrannten CDs folgten, damit der Zugang zu Iron Maiden, Judas Priest, Rammstein oder auch mal Pantera. Der Punk blieb mir aber in Form von Green Day oder Blink erhalten.

Zu der Zeit trug ich folglich auch überall Buttons, Anarchy-Patches, Schottenhosen mit Ketten, Chucks mit Totenköpfen oder Armyhosen und grüne Haare (aber nur einmal).
Es folgte eine mittelschwere Goth-Phase, mit Kajal und schwarzen Klamotten, sowie Manson, Slipknot oder auch mal Nightwish und HIM.

Irgendwann aber änderte sich alles. Ich hing mehr draußen als drinnen rum, fuhr nen getunten Scooter und trug Bomberjacke und Sneaker. Die Musik wandte sich zu Aggro Berlin, Sido, Fler und Bushido. (Heute noch läufts mir kalt den Nacken runter, wenn ich an den Mist denke.)

Und es kam noch schlimmer: Techno und Hardstyle erhielten Einzug, Bässe ließen die Kellerwände wackeln.

Zum Glück ist das jetzt alles lange her.
Mit dem Wiederentdecken der Hosen fand ich alte CDs und Mp3s, kaufte mir wieder das eine oder andere neue dazu, die Bandshirts wurden wieder mehr und auch der Freundeskreis änderte sich zum hundertsten Mal, ist zum Glück aber bis heute relativ konstant geblieben.
Ein Interesse für Geschichte, Wikinger, Action und Sci-Fi, sowie die Musik an sich führten schließlich zu meinem heutigen Musiksortiment, das jetzt seit Jahren konstant nur noch Metal beinhaltet.

Was viele schließlich nicht wissen oder einfach auch ignorieren, ist, dass der Metal an sich die vielfältigste Musikrichtung der Welt ist.
Allein durch die Subgenres kann man ständig neue Hammerplatten entdecken oder, wenn man mal keine Lust mehr auf Death hat, easy zu klarem Gesang und Keyboards wechseln.
Hauptsache, Gitarren sind mit drin. (Und im Falle von Apocalyptica ist nicht einmal das nötig.)

Und nachdem die Haare mal ziemlich lang wurden, seh ich heute fast normal aus.
Auch wenn unter Hemd oder Pulli stets ein Bandshirt das schreiende Herz verdeckt und aus den Knöpfen in den Ohren immer noch Motörhead, Slipknot, die Hosen, Amon Amarth, Sabaton, Equilibrium und tausend andere tolle Bands schallen!

Mein Weg zum Metal war also steinig, von Irrtümern und Irrwegen begleitet, aber letztlich doch genauso nötig.
Dafür haben meine zukünftigen Kinder das Vergnügen, bereits im Bauch ihrer Mutter AC/DC lauschen zu dürfen und auf Festivals und Mittelaltermärkten groß werden zu können.

In diesem Sinne:

STAY METAL! \m/

M

PS: Hier noch der Link zur Quelle: EMP-Blog-Wie ich zum Metal kam

2014. Und sonst so?

Morgen ist es mal wieder soweit- man blickt zurück auf Erfolge, Misserfolge, einen dickeren Bauch als im letzten Winter, sieht im Spiegel mehr graue Haare und will es irgendwie einfach nur noch beenden, in der Hoffnung, im nächsten Jahr möge alles besser werden.

Persönlich kann ich nun dem letzten knappen Jahr meiner Ausbildung entgegensehen, wobei ich hoffentlich meine Schriftsteller-„Karriere“ gleichzeitig etwas weiter voranbringen kann. Auch dafür wird es bereits im Januar eine kleine Lesung für Bekannte und Freunde geben, die ich freundlicherweise im Wohnzimmer einer Freundin halten kann. Auszüge davon könnt ihr dann in Videoform auf Youtube verfolgen.

Nun, abgesehen von meinem persönlichen 2014 ist auch einiges spannendes in der Welt passiert. Man kommt nicht umhin zu empfinden, dass das Weltgeschehen an sich jedes Jahr mehr Beschleunigung erfährt, dass eine Krise die nächste jagt und dass wir Menschen allgemein immer grausamer und kaltblütiger miteinander umgehen.

Natürlich ist das auch eine Folge der Medienpolitik, bzw. der Politik im Allgemeinen- schlechte Nachrichten verkaufen sich besser und bieten gemeinhin die bessere Ablenkung für Menschen von den eigenen Problemen.

Problematisch wird dieser Vorgang dann, wenn man beides miteinander verknüpft und Zusammenhänge sieht, wo keine sind. Krass ersichtlich wird das dieses Jahr mit der sogenannten „Pegida“-Bewegung.

Womit wir auch schon beim ersten Thema sind, über welches ich ja bereits geschrieben hatte.

Es ist mir immer noch unverständlich, was diese Leute eigentlich antreibt, warum die meisten davon so unwahrscheinlich dumm sind und wieso es 70 Jahre nach dem Dritten Reich möglich ist, dass Massen an Leuten faschistischer Hetze folgen. Dies Gesicht steht uns Deutschen einfach nicht.

Gefallen dagegen hat mir der Papst. Bin ich auch katholisch erzogen, bekenne ich mich doch heute zum Neuen Heidentum und erkenne in der Kirche daher von je her keinerlei Autorität.

Doch dann kommt dieser Mann daher und haut einfach allem auf die Finger, was in dieser korrupten und geldgeilen Institution Kirche falsch läuft.

Ein weiteres Thema die „Religion“ betreffend ist demnach wohl der Terror durch den Islamischen Staat- noch mehr Spinner, die aus völlig absurden Überzeugungen schwerste Verbrechen begehen und jegliche Menschlichkeit vermissen lassen. Für diese „Gotteskrieger“ hoffe ich einfach inständigst, dass ihre 72 Jungfrauen im Paradies alle männlich und Esel sind.

Der nächste Krieg, über den man sprechen muss, wäre dann wohl die Ukraine-Krise. Diktatur abschaffen, sich dem Einfluss Russlands entziehen, ja. Neonazis in der Regierung mitwirken lassen, Propagandalüge um Propagandalüge einsetzen und das eigene Volk abschlachten. nein.

Da befinde ich aber sehr wohl beide Seiten für schuldig.

Zum Lachen gebracht hat mich auf dem internationalen politischen Parkett immer wieder der liebe Herr Erdogan, seines Zeichens der Hitler der Türkei. Ich war ja schon immer gegen den Beitritt der Türkei zur EU, gerade, weil ich eine solche Entwicklung vermutet hatte, aber das, was jetzt in dem Ländle so abläuft, toppt wirklich alles. Ich weiß nicht, ob Erdogans Anhänger Angst haben, dumm sind oder einfach gerne ihre Souveränität aufgeben, aber der Mann an sich ist doch offensichtlich schizophren. Man wird sehen, auf welche hirnverbrannten Ideen der Herr noch kommt. Mit Demokratie hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Innenpolitisch ist jetzt irgendwie nicht viel passiert- die SPD verrät sich jede Woche ein Stück mehr, die Union macht weiterhin, was sie am besten kann, nämlich die Stagnation vorantreiben und die FDP ist irgendwie unheimlich still. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer, die Massen dümmer, die Spitzen manipulativer, die Schlagzeilen schlimmer, das Klima ungünstiger. Und irgendwie sehnen sich alle nach großen Schritten rückwärts, wo wir doch eigentlich große Schritte vorwärts bräuchten. Die wird es mit Mutti aber leider niemals geben.

Eine kleine Zukunftsvorstellung hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Sozialismus#Begriff

Ich mache ja schließlich keinen Hehl aus meiner linken Einstellung.

In diesem Sinne erwarte ich jetzt gespannt das neue Jahr, in freudiger Erwartung auch bezüglich neuer Krisen und Aufregerthemen, eventueller Zahlen an verloren gegangen Flugzeugen, miese Filme, tolle Musik, besseres Essen und neuer Freundschaften.

„Schenkt euch Liebe“ heißt es bei 1LIVE zu Weihnachten im Radio- damit hat die gute Frau gar nicht so unrecht. Aber versucht doch mal, das Ganze über das Jahr zu strecken, Ungerechtigkeiten nicht zu ertragen sondern zu bemängeln und euch laut über die Dinge aufzuregen, die euch nicht passen.

Schlecht für den Blutdruck, aber gut für die Welt.

Kommt gut rüber,

M

Thema: Sinnkrisen

Heute möchte ich wieder mal ein wenig in die philosophische Richtung des Denkens abschweifen, die Idee dazu ist mir in einem Gespräch gestern Abend gekommen.
Dieser Text soll von Sinnkrisen handeln; was sind Sinnkrisen; was bedeuten sie; wie soll man als Einzelner damit umgehen?

Nun, als Einstieg und um das Thema ein wenig zu erleichtern: Jeder hatte schon einmal eine Sinnkrise, bei manchen bildet sich daraus vielleicht sogar eine Depression, ein Burn-Out oder mehr.
Ich selbst bin nun Mitte Zwanzig, eine Zeit der Umbrüche, die einen Menschen vor die großen Fragen stellt:

Was will ich werden? Wo will ich wohnen? Mit wem will ich leben? Will ich Kinder oder Haustiere haben? Trinke ich lieber Kaffee oder Tee, oder lieber Bier oder Wein?
Fragen über Fragen, die einzeln mit ein wenig Disziplin in den Griff zu bekommen sind.

Kompliziert wird es immer dann, wenn die eine Fragestellung an sich selbst mit einer anderen im Zusammenhang erscheint; dabei ist es unerheblich, ob wirklich ein Zusammenhang besteht, oder ob ich als Person nur einen Zusammenhang sehe. Der entstehende Druck ist schließlich derselbe und kann ganz enorm sein.

Eine Sinnkrise bedeutet dabei stets ein Gefühl der Überforderung, der Hoffnungslosigkeit, ja, ein Tunnel ohne das berühmte Licht am Ende, ein Horizont ohne letzten Sonnenschein. Niemand zeigt einem die Richtung, dafür springen die Gedanken von einem Themen- und Problemfeld zum Nächsten, bis man sich schließlich irgendwo verloren hat und nicht mehr weiß, wo man eigentlich noch anfangen soll. Tiefe Leere erfüllt einen, Gedanken sind wie wabernde Nebelschwaden am Rande des Bewusstseins, die auch mit größter Konzentration nur schwer zu fassen sind und selten brauchbare Ergebnisse liefern. Hinzu kommt exzessives Verhalten, Schlafmangel oder Zeiten, in denen man am Schreibtisch sitzt und auf den Bildschirm starrt, ohne irgendwas zu lesen oder zu denken.

Dabei scheint es so einfach; zahlreiche Ratgeber, menschlich, wie schriftlich, zeigen einem vermeintliche Wege zum privaten Glück auf.
Doch der halbwegs gebildete Mensch verzweifelt auf diesem Weg meist umso mehr; viele Menschen geben sich eben mit wenig zufrieden, etwas, was für einen Denker nicht in Frage kommt.
Außerdem scheint es meist, dass die eigenen Träume kräftig mit der Realität kollidieren oder für den Moment einfach unerreichbar scheinen, sei es, weil einem der richtige Partner, die richtige Umgebung oder die richtige Menge an Geld dafür fehlt.
Sinnkrisen. Sind sie eine normale Herausforderung, die jeder Mensch zu bestehen hat, sei er jung oder alt, reich oder arm? Oder sind sie ein negatives Privileg der denkenden Minderheit?
Ich denke, ersteres. Herausforderungen muss jeder bestehen, doch jeder geht anders damit um. Während viele meiner Freunde einfach die Ruhe in Person sind (oder zu sein scheinen) und planmäßig ihren Weg gehen, sehe ich bloß einen weißen Flur voller Türen, die der Reihe nach auf und zu gehen.
Man sieht, es ist schwer, eine generelle Handlungsanweisung zu finden.
Was den zweiten Aspekt anbelangt: Einfache Menschen haben vielleicht einfache Träume. Aber auch einfache Träume können große Brocken auf dem Weg zum Glück sein.

Doch wie nun handeln, wenn es doch nicht die richtige Handlungsweise gibt? Ist jetzt jeder auf sich allein gestellt? Müssen wir uns nun durch ein Leben der Probleme, Krisen und Herausforderungen kämpfen, bis wir schließlich in einer Kiste zwei Meter unter Blumen enden?
Nein. Man kann vielleicht nicht seine Träume ändern (das sollte man auch nicht), man kann auch mitunter nicht die Umstände oder Wege dahin ändern, doch man kann sehr wohl seine Einstellung ändern.
Man kann sich natürlich ablenken, indem man sich mit den Problemen anderer beschäftigt, aber das ist allzu leicht und bietet keinen Weg aus der eigenen Sinnkrise.

Man sollte sich einfach klar machen, dass Sinnkrisen, so wie fast alles im Leben, eine positive und eine negative Seite haben. Klar, sie erscheinen beinahe immer übermächtig und nehmen einen zentralen Platz im Leben ein, schaffen eine große Leere in der Seele, die nicht leicht zu füllen ist.
Doch wenn man sich einer Herausforderung diszipliniert stellt, wächst man stets daran.
Niemand ist mit Mitte Zwanzig erwachsen, manche sind es mit Vierzig noch nicht (ein Zeitpunkt, an dem meist die zweite Sinnkrise des Lebens folgt).
Beruf, Liebe, Wohnort. Veränderliche Dinge. Vorsicht ist nur geboten, wenn andere Menschen mit am eigenen Schicksal hängen (was die Sinnkrise sodann sehr verschärft).

Ich möchte hier mit Sicherheit nicht die tausendste Anleitung zum perfekten Selbstbild abliefern, wie könnte ich auch, ich , der stets mehr mit dem Leben hadert, als die meisten anderen Menschen?
Doch ich möchte Mut machen. Möchte zeigen, dass man mit einer gesunden Einstellung Herausforderungen eben als Herausforderungen sehen soll und nicht als unüberwindliches Problem. Dass man manche Dinge eben philosophisch angehen muss und nicht unbedingt nüchtern und sachlich.
Zu den eigenen Träumen gehört eben immer ein wenig Spinnerei. So lange man sich nicht darin verliert, sondern die Augen offen hat für seine Ziele und sie Schritt für Schritt angeht, sollte man große Sinnkrisen vermeiden können.

Sinnkrisen. Träume. Wege. Alles miteinander verknüpft, doch unheimlich wertvoll für das Menschsein, das Menschwerden. Man muss sich nur stets fragen, was für ein Mensch man sein will. Dann schlagen viele Türen von selbst zu.

M

Danke!

Wow!

Gestern erst ist meine neue, zweite Identität (mit gleichem Namen) als Autor bei Facebook gestartet und doch ist sie schon ganz gut eingeschlagen, will ich meinen!
An dieser Stelle jedenfalls schon mal ein dickes DANKE!

Danke an alle Liker, Leser, Follower und Fans seichter Abendliteratur.

Mit diesem großen Motivationsschub soll es denn auch möglichst kreativ weitergehen hier, Zeit ist bekanntlich ein sehr eingrenzender Faktor. Aber man will seine Leser ja nicht enttäuschen.
Vielleicht folgt deshalb auch gleich/heut Abend noch/morgen das nächste Stück zum Lesen für zwischendurch.

Und wer weiß? Vielleicht klingelt auch irgendwann ein Verleger an. In der weiten, weiten Zukunft.

Bis dahin weiterhin viel Spaß beim Schauen,

 

euer M

Ein kleines Update.

Hallo miteinander!

 

Lange ist es wieder her, dass ich hier was veröffentlicht habe. Vieles ist seitdem ins Land gegangen, wenn auch leider nicht die FDP.

Ich hatte Urlaub, was ich leider aber mal wieder so gut wie gar nicht genutzt habe. Na, ja immerhin durfte ich mich operieren lassen und habe meinen Geburtstag gefeiert.

Filmisch hätte ich auch viel Neues zu berichten, allerdings muss das entweder noch warten, oder geht doch leider erstmal unter, immerhin steht jetzt das letzte Jahr meiner Ausbildung auf dem Plan.

Und was soll da nicht alles noch passieren!

Zwischenprüfung, Abschlussprüfung, mündliche und praktische Prüfung, nebenbei noch arbeiten und über die Welt aufregen. Da bleibt leider Vieles auf der Strecke, vor allem die Hobbies. Auf der anderen Seite steuern wir ja mal wieder auf die dunkle Jahreszeit zu, was bekanntermaßen mehr Zeit am Laptop und zum Schreiben lässt.

Also hoffe ich, zumindest hier wieder regelmäßig veröffentlichen zu können.

Wer mag, kann dann auch mal mehr aus meinem Job erfahren.

Bis dahin,

hochachtungsvoll,

euer

 

M

Wind und Wellen

Hallöchen!

 

Mal wieder ein kleiner Einblick in mein so gewöhnliches Leben:

 

Heute bin ich von einer zweieinhalbtägigen „Klassenfahrt“ aus Holland zurückgekommen.

Müde und etwas verspannt und mit Sicherheit wieder ein bis zwei Zentimeter dicker als vorher, aber irgendwie doch gut gelaunt.

Mal wieder was anderes zu sehen, andere Luft zu schnuppern und vor allem, das Meer wieder zu sehen, stimmt einfach erst mal glücklich. Vor allem, wenn man mit Bergen so wenig anfangen kann, wie ich.

Wie man vielleicht aus den vorangegangenen Veröffentlichungen etwas herauslesen kann, ich liebe das Meer!

Es gibt nichts besseres und befreienderes für die eingesperrte Seele, an einem Sandstrand zu stehen, die nackten Füße von kühlen Wellen umspült und den salzigen Meeresgeruch in der Nase zu haben.

Man kommt einfach an und merkt, wie der Kopf schrittweise leerer wird, bis man wirklich nur noch das Rauschen der anbrausenden Wellen vernimmt, sich der Puls beruhigt und man eine tiefe Ruhe verspürt.

Und doch kann das Meer auch nachdenklich machen.

Wer bin ich? Wo komm ich her? Und wo will ich eigentlich noch hin?

Schweift mein Blick in die Ferne, oder betrachte ich doch lieber meine Füße und meinen festen Stand auf dem sandigen Untergrund?

Das Meer liefert keine Antworten, aber es hilft, die Dinge so zu ordnen, dass man vielleicht welche in sich findet. Innere Einkehr (nennen wir es mal so) ist ein selten gewordenes Gut in unseren stressigen Zeiten, sodass jeder Mensch sich diese kurzen Momente gönnen und eben suchen sollte.

Sich bewusst zu machen, wo man im Leben steht, ohne dass Sorgen und Ängste einem den Kopf zerspringen lassen, kann für den Moment sehr befreiend wirken.

Ihr seht, ich liebe das Meer nicht nur, weil es ein schönes Panorama bietet, sondern weil sich eine gewisse Ruhe bietet, die man so zuhause nicht einfach findet, egal wie gemütlich man sich vielleicht einrichtet, wie viele Kerzen man anzündet, oder wie gut der Rotwein ist, den man gerade aufgemacht hat.

Ursprünglichkeit, Leben, ohne den Sinn zu suchen, Freiheit und ein Blick für die Ferne. Das alles bietet das Meer, wenn man gelernt hat, hinzuschauen und zuzuhören, ohne eben zu genau hinzuschauen und zuzuhören.

In diesem Sinne,

 

M

Aktuelles

Hi!

 

Heute nur ein kurzer Abriss: Ich hab Urlaub! Freie Zeit ohne Ende, auch wenn Geburtstage, Grillen und gutes Wetter mit Sicherheit eine Menge davon in Anspruch nehmen werden.

Aber die Schreiberei soll natürlich auch nicht zu kurz kommen, daher hoffe ich auf mitternächtliche Inspiration für neue Kapitel von „Frei zu sein“, neue Gedichte oder auch bloßes Gemecker über alles Schlechte in der Welt.

Weiterhin will ich die freie Zeit gerne auch für einen kulinarisch-literarischen Abend nutzen, soll heißen, ich werde beizeiten ein wenig aus meinem Kochbuch-Rohling zaubern, Versuchspersonen vorsetzen und dazu ein wenig aus meinen geistigen Ergüssen vortragen.

Ein Resumee wird es dann auch hier geben, denke ich.

Bis dahin wünsche ich allen, die ebenso wie ich frei haben, ein schönes Wochenende und tolle Osterwochen!

 

Euer

 

M