Wie ich zum Metal kam – mein Beitrag zur EMP-Blogparade

SAM_1868-2Lange schon wollte ich mal wieder was persönliches über mich in die Tasten hauen, da kam mir die Aktion von EMP mit passender Verlinkung gerade recht.

Es soll gehen um – die absolut beste, verrückeste, brutalste und bierseligste Musik der Welt – den Heavy Metal!

Wie ich zum Metal kam

Heute ist es ganz normal, dass sich meine Mum an Death-Metal-Synchronbeschallung aus Keller und meinem Zimmer erfreuen kann, wenn mein Bruder und ich gleichzeitig zu Hause sind und wir beide unserer Lieblingsmusik frönen.
Während er wohl hauptsächlich durch mich zur besten Musik der Erde kam, hat mein Weg zu Metallica, Maiden, Amon Amarth, Slipknot, Ensiferum, Debauchery oder AC/DC etwas länger gedauert.

Immer jedoch war ich der kleine Rebell, der mit schrillen Tönen und schrillen Kleidungsstilen seine Privatkriege gegen gesellschaftliche Konventionen, die Kirche, Lehrer oder die Nerven seiner Eltern führte.
Die Pubertät führte hier schließlich zu allerlei Abwechslung (dafür bin ich sogar im Abi-Buch verewigt).

Begonnen hat alles mit gelegentlichen Musikfetzen bei Verwandten und Bekannten oder Musikvideos auf MTV, während im Radio ab und an die Ärzte oder die Hosen gespielt wurden. Und da war man dann stolz, dass deutsche Musik so Spaß machen konnte, auch wenn ich damals (so mit 10) die Botschaften kein bisschen verstanden habe.
Mit der fünften Klasse (2001) kamen dann die Baggy-Hosen, Gelfrisuren, Basketballschuhe und Eminem, auf seine Art durchaus auch ein Rockstar.
Als das nicht mehr reichte, folgte eine stärkere Hinwendung zu den Toten Hosen, den Ärzten, dann folgten Terrorgruppe, ZSK oder WiZo, aber ab und zu auch Marilyn Manson, Linkin Park oder Limp Bizkit.
Der erste Schritt in eine neue Welt war getan.
Die ersten selbstgebrannten CDs folgten, damit der Zugang zu Iron Maiden, Judas Priest, Rammstein oder auch mal Pantera. Der Punk blieb mir aber in Form von Green Day oder Blink erhalten.

Zu der Zeit trug ich folglich auch überall Buttons, Anarchy-Patches, Schottenhosen mit Ketten, Chucks mit Totenköpfen oder Armyhosen und grüne Haare (aber nur einmal).
Es folgte eine mittelschwere Goth-Phase, mit Kajal und schwarzen Klamotten, sowie Manson, Slipknot oder auch mal Nightwish und HIM.

Irgendwann aber änderte sich alles. Ich hing mehr draußen als drinnen rum, fuhr nen getunten Scooter und trug Bomberjacke und Sneaker. Die Musik wandte sich zu Aggro Berlin, Sido, Fler und Bushido. (Heute noch läufts mir kalt den Nacken runter, wenn ich an den Mist denke.)

Und es kam noch schlimmer: Techno und Hardstyle erhielten Einzug, Bässe ließen die Kellerwände wackeln.

Zum Glück ist das jetzt alles lange her.
Mit dem Wiederentdecken der Hosen fand ich alte CDs und Mp3s, kaufte mir wieder das eine oder andere neue dazu, die Bandshirts wurden wieder mehr und auch der Freundeskreis änderte sich zum hundertsten Mal, ist zum Glück aber bis heute relativ konstant geblieben.
Ein Interesse für Geschichte, Wikinger, Action und Sci-Fi, sowie die Musik an sich führten schließlich zu meinem heutigen Musiksortiment, das jetzt seit Jahren konstant nur noch Metal beinhaltet.

Was viele schließlich nicht wissen oder einfach auch ignorieren, ist, dass der Metal an sich die vielfältigste Musikrichtung der Welt ist.
Allein durch die Subgenres kann man ständig neue Hammerplatten entdecken oder, wenn man mal keine Lust mehr auf Death hat, easy zu klarem Gesang und Keyboards wechseln.
Hauptsache, Gitarren sind mit drin. (Und im Falle von Apocalyptica ist nicht einmal das nötig.)

Und nachdem die Haare mal ziemlich lang wurden, seh ich heute fast normal aus.
Auch wenn unter Hemd oder Pulli stets ein Bandshirt das schreiende Herz verdeckt und aus den Knöpfen in den Ohren immer noch Motörhead, Slipknot, die Hosen, Amon Amarth, Sabaton, Equilibrium und tausend andere tolle Bands schallen!

Mein Weg zum Metal war also steinig, von Irrtümern und Irrwegen begleitet, aber letztlich doch genauso nötig.
Dafür haben meine zukünftigen Kinder das Vergnügen, bereits im Bauch ihrer Mutter AC/DC lauschen zu dürfen und auf Festivals und Mittelaltermärkten groß werden zu können.

In diesem Sinne:

STAY METAL! \m/

M

PS: Hier noch der Link zur Quelle: EMP-Blog-Wie ich zum Metal kam

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Ein Gedanke zu “Wie ich zum Metal kam – mein Beitrag zur EMP-Blogparade

  1. Pingback: Blogparade: Wie ich zum Metal kam - das Ende!

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