2014. Und sonst so?

Morgen ist es mal wieder soweit- man blickt zurück auf Erfolge, Misserfolge, einen dickeren Bauch als im letzten Winter, sieht im Spiegel mehr graue Haare und will es irgendwie einfach nur noch beenden, in der Hoffnung, im nächsten Jahr möge alles besser werden.

Persönlich kann ich nun dem letzten knappen Jahr meiner Ausbildung entgegensehen, wobei ich hoffentlich meine Schriftsteller-„Karriere“ gleichzeitig etwas weiter voranbringen kann. Auch dafür wird es bereits im Januar eine kleine Lesung für Bekannte und Freunde geben, die ich freundlicherweise im Wohnzimmer einer Freundin halten kann. Auszüge davon könnt ihr dann in Videoform auf Youtube verfolgen.

Nun, abgesehen von meinem persönlichen 2014 ist auch einiges spannendes in der Welt passiert. Man kommt nicht umhin zu empfinden, dass das Weltgeschehen an sich jedes Jahr mehr Beschleunigung erfährt, dass eine Krise die nächste jagt und dass wir Menschen allgemein immer grausamer und kaltblütiger miteinander umgehen.

Natürlich ist das auch eine Folge der Medienpolitik, bzw. der Politik im Allgemeinen- schlechte Nachrichten verkaufen sich besser und bieten gemeinhin die bessere Ablenkung für Menschen von den eigenen Problemen.

Problematisch wird dieser Vorgang dann, wenn man beides miteinander verknüpft und Zusammenhänge sieht, wo keine sind. Krass ersichtlich wird das dieses Jahr mit der sogenannten „Pegida“-Bewegung.

Womit wir auch schon beim ersten Thema sind, über welches ich ja bereits geschrieben hatte.

Es ist mir immer noch unverständlich, was diese Leute eigentlich antreibt, warum die meisten davon so unwahrscheinlich dumm sind und wieso es 70 Jahre nach dem Dritten Reich möglich ist, dass Massen an Leuten faschistischer Hetze folgen. Dies Gesicht steht uns Deutschen einfach nicht.

Gefallen dagegen hat mir der Papst. Bin ich auch katholisch erzogen, bekenne ich mich doch heute zum Neuen Heidentum und erkenne in der Kirche daher von je her keinerlei Autorität.

Doch dann kommt dieser Mann daher und haut einfach allem auf die Finger, was in dieser korrupten und geldgeilen Institution Kirche falsch läuft.

Ein weiteres Thema die „Religion“ betreffend ist demnach wohl der Terror durch den Islamischen Staat- noch mehr Spinner, die aus völlig absurden Überzeugungen schwerste Verbrechen begehen und jegliche Menschlichkeit vermissen lassen. Für diese „Gotteskrieger“ hoffe ich einfach inständigst, dass ihre 72 Jungfrauen im Paradies alle männlich und Esel sind.

Der nächste Krieg, über den man sprechen muss, wäre dann wohl die Ukraine-Krise. Diktatur abschaffen, sich dem Einfluss Russlands entziehen, ja. Neonazis in der Regierung mitwirken lassen, Propagandalüge um Propagandalüge einsetzen und das eigene Volk abschlachten. nein.

Da befinde ich aber sehr wohl beide Seiten für schuldig.

Zum Lachen gebracht hat mich auf dem internationalen politischen Parkett immer wieder der liebe Herr Erdogan, seines Zeichens der Hitler der Türkei. Ich war ja schon immer gegen den Beitritt der Türkei zur EU, gerade, weil ich eine solche Entwicklung vermutet hatte, aber das, was jetzt in dem Ländle so abläuft, toppt wirklich alles. Ich weiß nicht, ob Erdogans Anhänger Angst haben, dumm sind oder einfach gerne ihre Souveränität aufgeben, aber der Mann an sich ist doch offensichtlich schizophren. Man wird sehen, auf welche hirnverbrannten Ideen der Herr noch kommt. Mit Demokratie hat das jedenfalls nichts mehr zu tun.

Innenpolitisch ist jetzt irgendwie nicht viel passiert- die SPD verrät sich jede Woche ein Stück mehr, die Union macht weiterhin, was sie am besten kann, nämlich die Stagnation vorantreiben und die FDP ist irgendwie unheimlich still. Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer, die Massen dümmer, die Spitzen manipulativer, die Schlagzeilen schlimmer, das Klima ungünstiger. Und irgendwie sehnen sich alle nach großen Schritten rückwärts, wo wir doch eigentlich große Schritte vorwärts bräuchten. Die wird es mit Mutti aber leider niemals geben.

Eine kleine Zukunftsvorstellung hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Demokratischer_Sozialismus#Begriff

Ich mache ja schließlich keinen Hehl aus meiner linken Einstellung.

In diesem Sinne erwarte ich jetzt gespannt das neue Jahr, in freudiger Erwartung auch bezüglich neuer Krisen und Aufregerthemen, eventueller Zahlen an verloren gegangen Flugzeugen, miese Filme, tolle Musik, besseres Essen und neuer Freundschaften.

„Schenkt euch Liebe“ heißt es bei 1LIVE zu Weihnachten im Radio- damit hat die gute Frau gar nicht so unrecht. Aber versucht doch mal, das Ganze über das Jahr zu strecken, Ungerechtigkeiten nicht zu ertragen sondern zu bemängeln und euch laut über die Dinge aufzuregen, die euch nicht passen.

Schlecht für den Blutdruck, aber gut für die Welt.

Kommt gut rüber,

M

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