Ein Abend bei „Hans im Glück“

Hallöchen!

 

So, der Urlaub ist fast vorbei und viel gutes Essen und Trinken liegen hinter mir.

So auch gestern bei „Hans im Glück“, einer kleinen Bar / Restaurant im nasstrüben Wuppertal. Wir sind anlässlich des Geburtstags einer guten Freundin dort eingefallen und haben uns die Bäuche mit gutem Essen und Drinks vollgeschlagen.

 

Aber von vorn: Man findet das Lokal sehr gut gelegen in der Mitte der Wuppertaler City, nicht unweit von anderen Etablissements dieser Art. Der Eingang lässt zunächst nicht viel vermuten, doch nach hinten raus ist der Laden ganz groß.

Nachdem man sich durch den samstagbendlich gut gefüllten Mittelgang geschoben hat, kann man an einfach, aber nett dekorierten Tischen und Bänken Platz nehmen. Insgesamt bietet der Laden eine Mischung aus düster/stickig und golden/hell/spritzig, fragt mich nicht, wie ich auf diese Attribute komme. Vielleicht wegen der hellen Birkenstämme und den golden leuchtenden Lampen, die sich mit schwarzbraunen, sehr einfach gehaltenen Sitzgelegenheiten um die farbliche Vorherrschaft streiten.

Die Bedienung jedenfalls war sehr nett und hat auch, kaum dass wir saßen, unsere ersten Bestellungen aufgenommen. Happy-Hour-Cocktails sollten es sein. Nun, man kann dort natürlich wie in jeder Cocktailbar Drinks wie Tequila Sunrise oder Long Island Ice Tea ordern. Aber die wirkliche Abwechslung besteht in den hauseigenen Speisen und Getränken.

So gab es für mich zunächst einen Wildkräuter-Mojito (5€) , der tatsächlich wie eine Mischung aus Waldboden, Zahnpasta und Mojito schmeckt, aber nicht wenig lecker ist.

Anschließend gingen wir zur zweiten Runde über, die dieses Mal aus einer, ab 17 Uhr erhältlichen, Art Menükombination bestand. Man bestellt sich also einen Burger (auch hier ist die Auswahl sehr gut und groß, allerdings darf man auch hier keine einfachen American-Diner-Burger erwarten), eine Portion Pommes oder Salat und einen weiteren Cocktail.

Die Produkte an sich haben denn auch passend klingende Namen wie „Elsässer“, „Glücksschmied“ oder „Wilder Westen“, auf welchen denn auch meine Wahl fiel.

Im Paket für den größeren Hunger orderte ich eine doppelte Portion Fleisch (+2,50€) und einen „Goldstück“ als Getränk. Das Menü ergibt sich dann aus dem Preis des Burgers (7,20€), der Abendmenükosten (+7€) und der Doppelportion Fleisch (+2,50€).
Damit zahlt man für einen zugegeben massigen Burger, einen Cocktail und eine gute Portion Pommes 16,70€, womit sich das Menü preislich mit jedem guten Schnitzel duellieren kann.

Als Rahmen für den Burger orderte ich „Sesambagel“, man kann sich das Ganze aber auch auf einem Vollkornbrötchen bestellen.

Dann war es soweit, auf großen, rechteckigen Tellern kamen die Burger und in einer separaten Schüssel die Pommes. Dazu gibt es auf jedem Tisch Ketchup, hauseigene BBQ-Sauce, hauseigene Mayonnaise (die echt gut ist) und Röstzwiebeln.

Erstes Problem: Man kann den Burger nicht mit der Hand essen, zum Schneiden war er, auch dank des feuchtwabbeligen Sesambagels, zu instabil. Also flugs die Hälften geteilt und mit jeweils einer Scheibe Rindfleisch abgedeckt. Auch diese Burgerpellets waren leider nicht ganz zufriedenstellend, sie wirkten etwas drisch und trocken, vom Fleisch her waren sie aber erste Sahne. Ich nehme an, dass auch hier der Zeitpunkt entscheidend ist, zu dem man bestellt. Und Samstags ist eben viel los.

Der Drink dazu war jedenfalls sehr lecker, auch die Saucen konnten überzeugen.

 

Nach dem Essen gingen wir Männer dann zu Weizenbier über, welches wir uns auch wegen der locker chaotischen Atmosphäre mit Melonensirup bestellten. Ein Bananenweizen mit Melone halt. Auch ganz lecker.

Zum Schluss gab es für mich als krönenden Nachtisch noch einen „Swimming Pool“, der in seiner Qualität auch zufriedenstellend war.

Mein abschließendes Fazit: Wer mal Burger essen will, ohne dass ihm amerikanische Etikette aufgedrückt wird oder einfach mal abseits der Gourmetstraße essen mag, ist hier genau richtig. Vor allem auch, weil Vegetarier hier genauso auf ihre Kosten kommen werden, wie Carnivore. Der Service ist gut und nett, sehr zuvorkommend und freundlich.

Das Publikum ist, nun ja, ein wenig hipsterlike. Zahlreiche Studenten und andere Leute mit Mitte Zwanzig, dazwischen einzelne Familien. Insgesamt eine nette Atmosphäre, auf Dauer jedoch bietet der Laden eine unglaubliche Geräuschkulisse und etwas stickige Luft, ein Problem, dem man aber mit gelegentlichen Gängen vor die Türe Abhilfe schaffen kann.

Die Preise sind für mich an der oberen Grenze von „angemessen“, so oder so wird man aber locker 30-40€ los, wenn man isst und anständig was probieren will.

Ich gebe hier 7,5 von 10 möglichen Gourmetpunkten.

Wer sich das Ganze mal anschauen möchte:

http://wuppertal.hansimglueck-burgergrill.de/

Schönen Abend noch,

 

euer M

 

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