Neues und so

Hallo zusammen!

Nett wenn ihr reinschaut, wenn nicht, na ja. Pech.

Die Schreibblockade ist fürs Erste vorbei, es zahlt sich eben aus, Notizen im Handy zu speichern, wenn man sie später noch ausschreiben will.

Das habe ich jetzt fürs Erste getan und es fühlt sich echt gut an, mal wieder in die Tasten zu hauen. Schreiben ohne Nachdenken ist meist noch besser als Schreiben mit Konzept, wenn man dafür an vielen Stellen nicht weiterkommt.

Ich bin da eher der Typ, der seiner Intuition folgt.

Wer hier schon länger reinschaut, konnte hoffentlich meine kleine Romanidee verfolgen. ich hoffe natürlich auch, dass es sich bisher gelohnt hat, trotz des offensichtlichen Wirrwarrs im Aufbau und der nicht vorhandenen wörtlichen Rede. Die Kapitel sind kurz und entstehen einzeln und stellen daher auch noch nicht die finale Version dar. Sie sollen bloß einen ersten Eindruck geben, mir zu Verbesserungen herhalten und Lust auf mehr machen, was mir hoffentlich gelingt.

Am Ende werde ich wohl das Chaos beibehalten, aber zur Sortierung so etwas wie eine Timeline einbauen.

Ich hoffe, ihr seht weiter rein.

Schönen Abend noch,

M

Blätterrascheln

Feuchtkühle Luft verwandelt meine Nase in einen Eisbrocken, ich muss ständig schniefen und mein halbes Gesicht ist trotz Schal und Mütze völlig erfroren. Ich stolpere so durch das Land, vorbei an abgemähten Feldern und Wiesen voller Kühe, die das letzte Gras abknabbern, das der Boden hergibt.

Ich komme vorbei an einsamen Alleen, an denen halb kahle Buchen still den rissigen Asphalt bewachen. Nicht, dass außer mir besonders häufig jemand hier entlangkäme. Es ist erst später Oktober, also eigentlich noch Herbst, aber irgendwie scheint das Wetter dieses Jahr lieber schon Richtung Winter vorspulen zu wollen, so kalt wie es schon ist.

Einzig die untergehende Sonne schafft es vereinzelt, dem scharfen Wind zum Trotz ein wenig Wärme auf der Haut vorzuspielen. Überall liegt Laub, in tausend leuchtenden Farben fliegen Blätter umher und führen den Tanz des Niedergangs auf. Ich mag den Herbst. Mochte ich schon immer. Die Jahreszeit, die uns daran erinnert, dass auf Licht irgendwie doch immer die Dunkelheit folgt, bis auch diese irgendwann wieder verdrängt wird.

Ich bin wirklich philosophisch gestimmt heute. Nicht bloß, weil ich einfach gerne spazieren gehe und Blättern beim Fallen zusehe. Ich muss einfach ein bisschen allein sein.

Nach meinem Zusammenbruch und all den ständigen Kopfschmerzen musste ich noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben. Die Ärzte sagen ich habe Krebs.

Krebs. Immer noch ein merkwürdiges Wort für diese Krankheit.

Sie sagen, in meinem Kopf wächst ein Geschwür, das bereits so groß ist, dass sie es nicht ohne ernste Folgen entfernen können. Dass sie daher lieber Chemo und Bestrahlung und was weiß ich ausprobieren wollen. Ausprobieren. Klingt ja schon jetzt nach einer Erfolgsgeschichte.

Ich habe nichts gesagt. Ich habe keine Fragen gestellt. Ich bin einfach gefallen, mitten im Krankenzimmer, obwohl ich fest verankert auf meinem Bett saß. So tief gefallen, dass ich den Weg vom Mars zur Erde kennen muss, inklusive eines Tankstops an der Sonnenrückseite.

Mama hat einen Kreischanfall bekommen und laut geschluchzt, Papa hat es ähnlich aufgenommen wie ich. Bloß, dass auch ihm Tränen die Wange runtergelaufen sind.

Am nächsten Tag wurde ich entlassen, mit einem Termin für die erste Behandlung in der Hand und tausend wirren Gefühlen im Kopf. Mama, Papa, Lukas. Scheiße.

Das ist jetzt eine Woche her, die Behandlung soll morgen beginnen. Mama will mich am liebsten 24 Stunden am Tag anstarren und überwachen. Vielleicht denkt sie, dass man den Tumor mit genug bösen Blicken und einer entsprechenden Anzahl an Sorgenfalten und Augenringen zu Tode erschrecken kann. Zu Tode, haha.

Ich bin ausgerissen. Ich kann ihr Gesicht nicht mehr ertragen, auch wenn sie die ganze Sache nur auf ihre Weise begreifen will, glaube ich. Ich musste raus aus meinem Leben und bin dafür in meine braunen Lederstiefel gesprungen.

Direkt hinter unserem Haus liegt eine große Weide, wo meine Tante gerne mit ihrem Hund spazieren geht. An der Weide vorbei führt ein Weg durch Wäldchen, an Wiesen vorbei und über Stock und Stein sozusagen. Ich kann gar nicht sagen, warum es mich dorthin getragen hat, doch jetzt bin ich froh hier zu sein. Diese farbenfrohe Vergänglichkeit hier überall passt so tragisch hervorragend zu meinem Leben und meiner Situation, doch die Stille, die trotz Wind herrscht, hilft, den Kopf freizubekommen. Wer weiß, frische Luft heilt ja bekanntlich alles. Vielleicht habe ich ja Glück und mein Kopfbewohner ist anaerob aufgewachsen.

Mein Handy klingelt. Ist echt eine schlechte Angewohnheit, es immer dabeizuhaben. Ich sehe aufs Display und sehe dort Lukas´ Namen leuchten. Lukas.

Er weiß nichts. Hat keine Ahnung, wie es mir geht und wo ich stecke. Ich war weder in der Schule, noch beim Sport. Und bei ihm habe ich mich auch nicht gemeldet. Ich konnte nicht. Ich liebe ihn, da bin ich mir ganz sicher. Doch trotzdem kann ich es ihm nicht sagen. Ich habe Angst davor, Angst vor seiner Reaktion, egal, wie die auch ausfallen wird. Ich schütze ihn vor meiner Diagnose und mich vor seiner Reaktion. Ich drücke ihn weg. Wie die letzten 67 Mal auch.

Ein Blatt rauscht an meiner Nase vorbei zum Boden. Ein leuchtend rotes Eichenblatt. Einem Impuls folgend, greife ich vor dem Wind danach und stecke es ein.

Das Blatt sieht aus wie ein Herz, wie Leben. Wie Gefühl und tausend Explosionen. Obwohl es eigentlich schon tot ist.

Das Kinojahr 2014

Hallo an Alle!

 

Ich habe heute mal begonnen, auf Youtube die Kinotrailer für dieses Jahr durchzugehen. Ich glaube, uns Cineasten erwarten durchaus vielversprechende Streifen!

Angefangen mit Liam Neeson im Thriller „Non-Stop“, bei dem er den Held in einer Flugzeugentführung spielt, weiter mit Tom Cruise, der wieder einmal eine Heldenrolle in einem Scientology-angehauchten Endzeitfilm namens „Edge of Tomorrow“ übernimmt, über die Fortsetzung von „Captain America“, der sich dieses Mal einem Cyborg stellen muss, bis hin zu „The Legend of Hercules“, der im Stile von „300“ oder „Spartacus“ daherkommt.

Auch spannend werden vermutlich „Welcome to Yesterday“ von Michael Bay, „300: Rise of an Empire“, der schon angelaufene „Robocop“-Neustart, sowie meine persönlichen Favoriten:

„The Expendables 3“ und „Sabotage“, beide mit Arnie & the Gang!

Worauf freut Ihr euch im Kinojahr 2014?

Lasst es mich wissen!

 

Euer

M

Schatten

Wer bist Du, warum folgst du mir?

 

Ich bin dein Schatten und ich liebe dich!

Ich bin vor Dir, hinter Dir und in Dir.

Ich bin deine Vergangenheit, deine Gegenwart, deine Zukunft.

Ich bin immer da, immer da. Ich liebe Dich.

 

Folge mir, wenn du kannst. Bleib, für immer, wenn du willst.

 

Ich liege hier und warte.

Komm zu mir, Liebster!

 

Nein! Wer sind die Geister, die ich rief, die drohenden?

 

Nein! Was tun sie hier?

Hilf mir! Wieso ich, wieso ich?

 

Ich kann nicht, bin nicht schnell genug, dich zu retten!

Wut, Verzweiflung!

 

Hilfe!

 

Blut spritzt, endlich, ich erwache aus der Starre und rase vor Zorn.

Doch zu spät, die Geister, die keine waren, sind nicht schnell genug gefallen.

Ich konnte dich nicht retten. Nur dein Körper bleibt mir, reglos.

Ein verblassender Schatten.

 

Traurig fließe ich durch die Menge, Augen überall, Blut an den Händen.

Ohnmacht, Trauer, Wut. Jetzt bin ich der Schatten.

Aurélie!

Die Sache mit der Inspiration

Heut ist wieder so ein Abend. Einer, an dem man feststellt, dass man den ganzen Tag eigentlich nichts wirklich produktives hinbekommen hat. Gut, ich war arbeiten. Aber sonst..
Zum Lernen keine Lust, zum Schreiben keine Ideen. Also Sofa, Essen und Blu-Rays.

Heute die zweite Staffel von „Big Bang Theory“ und zwischendurch „The Expendables“ in der um ein Intro und andere Titelmusik reicheren Uncut-Edition.

Komik und Geballer, yeah. Manchmal liebe ich Zeitverschwendung.

Aber zurück zum Thema: Da ich heute zu nichts komme, nächste Woche eine Klausur ansteht und ich mit Sport und Schichtdienst zusammen kaum Zeit für irgendwas habe, zumindest eine kleine Ideenankündigung. Wer hier bisher dabei war, hat gemerkt, dass ich eine fixe Idee von einer Kurzgeschichte bislang zu einer Buchidee mit fünf ersten Kapiteln ausgebaut habe (kann man da schon von Ausbauen sprechen?), durchaus auch Gedichte schreibe und ein mieser Fotograf bin.

Wer mir trotzdem weiter folgen will, wird denn merken, dass ich demnächst hoffentlich besagtes Buch fortführen kann, dass ich bitte, bitte die Zeit finde, den Hashtaq als Satzzeichen ins ewige Feuer der Literatenhölle zu werfen (auf Facebook nimmt das echt Überhand!), dass ich mal die Kamera lade, um noch mehr schlechte Fotos zu machen und dass ich endlich mal dazu komme, Rezepte von mir in Fotos und „Lecker!“-Ausrufe zu verwandeln.

Ich weiß, ich liebe lange Sätze. Aber wer da schon abschaltet, liest meine restlichen Texte auch nicht. Also alles halb so wild.

Hier noch fix die Aufreger der Woche: Die neueste, überflüssige Staffel „GNTM“ hat begonnen, die katholische Kirche lebt immer noch im Mittelalter, obwohl die UNO in einer Studie versucht, deren gelebte Doppelmoral zu verteufeln, Alice Schwarzer hat ihren erhobenen Zeigefinger erfolgreich in ein Stolperbein verwandelt und auf Facebook ist es Trend geworden, einen halben Liter Bier zu exen, um Leute danach die gleiche blödsinnige Aufgabe aufzudrücken.

Klug, wer sich da verweigert. Was im Internet ist, bleibt im Internet (lustigerweise gilt das also auch für meinen Blog).

Da schon Donnerstagabend ist, wünsche ich eigentlich nur noch ein schönes Wochenende. Blendet den Freitag einfach aus, wenn ihr arbeiten müsst. An alle die frei haben: Schön für euch!

Auf dann,

euer M