Gran Torino (2008)

Hallo!

Heute soll es mal wieder um einen Film gehen: „Gran Torino“, ein Film von und mit Clint Eastwood aus dem Jahre 2008.

Eastwood spielt den alten Griesgram Walt Kowalski, ein polnischstämmiger Veteran des Koreakrieges, welcher in einem Vorort von Detroit wohnt. Die Handlung setzt mit der Beerdigung seiner Frau ein. Während des Leichenschmauses in seinem Haus beobachtet Walt dabei, wie neue Nachbarn nebenan einziehen, was ihm sichtlich nicht gefällt.

Walt ist nämlich für seine eigene polnische Abstammung ganz schön rassistisch und sieht sich nun mit einer zunehmenden Zuwanderung vor allem asiatischstämmiger Menschen in seiner Nachbarschaft konfrontiert.

In besagtem Nachbarhaus zieht nun Thau mit Mutter, Schwester und Oma ein. Thau und seine Familie sind Hmong, ein asiatischer Volksstamm aus einer chinesischen Grenzregion.
Thau´s Cousin wohnt ebenfalls in Detroit und versucht beständig, ihn in seine Gang-Machenschaften reinzuziehen.
Dazu gehört auch die Aufgabe, Walt`s 1972er Ford Gran Torino aus dessen Garage zu stehlen, wobei Thau aber erwischt wird.

Als Wiedergutmachung leistet Thau schließlich gemeinnützige Arbeit in der Nachbarschaft. Hierbei lernen sich der griesgrämige Walt und der schüchterne Thau besser kennen und werden schließlich Freunde…

Ich finde den Film gut. Ich habe ihn nun schon zwei Mal gesehen und bin immer noch der Meinung, dass Clint Eastwood hier ein tolles Stück Regiearbeit abgeliefert hat. Die Geschichte erzählt eindrucksvoll, wie wichtig es auch spät im Leben noch sein kann, eigene Einstellungen zu überdenken und sich über alte Grenzen hinweg neuen Dingen zu öffnen.

Gekonnt nutzt Eastwood hierbei den in Amerika durchaus immer noch grassierenden Vorstadt-Rassismus zur Polarisierung, ohne jedoch auf die abgedroschene Schwarz-Weiß-Schiene zu gelangen.
Schauspielerisch hingegen schafft es der Herr Regisseur mit durchweg einer Miene durch den Film und kann sich in der Rolle des alten Miesepeters wohl auch ein Stück weit selbst spielen. Sicher ist auch das nur ein Stilmittel, sonderlich wandelbar ist Clint Eastwood eh nie gewesen.

Mein Fazit: Wer Gesellschaftsdramen mag, Clint-Eastwood-Fan ist oder derbe Dialoge toll findet, kann hier gerne reinschauen. Aber auch sonst ist der Streifen wirklich zu empfehlen.
Ich gebe hier eine 8 von 10, bei IMDB liegt der Film ebenfalls bei 8,2.

Beste Grüße,

M

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